Live to tell
Beim Spielen war er nicht ganz bei der Sache und auch wenig später, als sie sich wahrlos einen Film rausgesucht hatten, waren seine Gedanken noch beim Nachmittag mit Eliza. Ihn beschlich dabei einfach die Angst, dass man es ihm ansehen konnte. Sein Blick wanderte kurz zu Nathan und er fragte sich, was dieser von ihm dachte. Und als würde er damit nicht so offensichtlich wirken, setzte er sich ‚cool‘ – wie er es bei Nathans Freunden im Kino gesehen hatte – in die Sofaecke und sah nur noch auf den Bildschirm, wobei er eigentlich nichts wirklich mitbekam.

„Bist du okay?“ fragte Nat neben ihm und knabberte dabei gleichzeitig ein paar Chips, die Dan vor Beginn des Filmabends besorgt hatte. Sich etwas ertappt fühlend, nickte Danyel nur und murmelte etwas von ‚langweiliger Film‘. Zu seinem Glück schloss sich der Braunhaarige seiner Meinung an und erzählte etwas umfangreicher wie unrealistisch und lächerlich die eine oder andere Szene sei. Mit der Zeit wurde der Blonde auch wieder etwas lockerer und schon bald begannen sie zu lachen und gemeinsam über den Film herzuziehen.

Sie waren gerade Beide mitten in einem Lachanfall als es an Dan‘s Tür klopfte und ohne große Nachfrage seine Mutter das Zimmer betrat. Schon im Vorhinein konnte der Blonde sehen, dass sie in keiner guten Stimmung war und Nathan keinen Blick würdigte. Stattdessen winkte sie ihren Sohn nach draußen vor die Tür.

Dan wusste nicht wirklich was sie mal wieder aufgebracht hatte und folgte ihr stumm auf den inzwischen mit teuren Kunstgebilden überfüllten Flur. Schließlich schaute er sie abwartend und etwas aufmüpfig an.

„Ich verstehe nicht, dass du dich mit so einem Jungen abgibst“, sagte sie und ihre rechte Hand deutete in Richtung seiner Zimmertür. Der Sprössling wusste, dass das Thema damit noch nicht gegessen war und blieb daher still. „Ich habe mich über seine Familie informiert und er gehört nicht in unsere Kreise. Er kommt aus dem ärmsten Viertel Londons, sein Großvater lebt von der Sozialhilfe und er selbst lebt in einem betreuten Wohnheim für Minderjährige. Und lass mich gar nicht erst von seinen Eltern anfangen“, sagte sie und Danyel wusste das sie es tun würde.

Nur war es ihm egal wie Nathan lebte, wer oder was seine Eltern und Familie waren. Für ihn zählte nur der Mensch und daher schenkte er ihr auch keine Beachtung. Doch bevor sie fortfahren konnte und wohlmöglich noch den Stammbaum der Edmund-Familie an eine Tafel malen würde, ging Danyels Tür auf und Nathan stürmte mitsamt seinen Sachen wortlos aus dem Zimmer. Danyel hatte nicht einmal eine Chance ihm nachzueilen, da er sich erst von seiner Mutter los machen musste, die seinen Oberarm mit erstaunlich viel Kraft festhielt.

Schließlich rannte er die Treppe hinunter und konnte nur noch sehen, wie die Familienlimousine den Hof verließ. Dan bezweifelte nicht, dass Nathan den Chauffeur um eine Heimfahrt gebeten hatte. Wütend auf seine Mutter und ein wenig enttäuscht von Nathan betrat er wieder das Haus.

„Es ist besser so“, sagte seine Mutter mit ungewohnt samtener Stimme und wollte ihm sacht durch das Haar streichen, aber er entwand sich ihr. Sie wirkte jetzt so freundlich und als könnte kein böses Wort auf ihren Lippen liegen.

„Du weißt gar nichts“, spuckte er ihr schon fast entgegen und er rannte die Treppe nach oben in seinem Zimmer. Zumindest wollte er versuchen Nathan zu erreichen bei sich zu Hause und das sobald dieser eben dort eintraf.

„Ich weiß zumindest, dass es nur noch ein paar Monate sind und du befindest dich an einer Schule, die deinesgleichen angemessen ist“, rief sie ihm hinterher und die sanfte Stimme unterlief eine gewisse Schärfe. Mit einem Knall warf er die Tür ins Schloss, warf sich auf sein Sofa und versuchte den Rest des Abends Nathans ans Telefon zu bekommen. Vergeblich.
30.8.07 17:12
 
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