Live to tell
Mit Unmut ließ sich Danyel am nächsten Morgen wieder von dem Chauffeur der Familie zur Schule fahren und seine Laune sank noch mehr ab, als ihn einmal mehr Jason abfing. Mittlerweile war Dan schon der Meinung, der Typ würde mit einer bestimmten Absicht auf ihn warten.

Er war den eingebildeten Schnösel inzwischen einfach nur satt. Daher hörte er ihm auch kaum zu, als der Typ von seinem „geilen Wochenende in den Clubs mit ‘nem Haufen scharfer Mädels“ erzählte.

Ein weiteres Mal zu seiner Rettung, wenn auch heute nur halbherzig, erschien Nathan. Natürlich konnte sich Dan den Kommentar betreffend seines Übernächtigten Auftritts nicht verkneifen und konnte dessen fehlende Begeisterung darauf auch sofort in seinem Gesicht ablesen. Danach hielt er sich lieber zurück und ließ sich wenig später auf seinem Platz neben Jason nieder.

Es war fast schon als hätte er damit den An-Knopf gedrückt, denn wieder begann er von seinem Wochenende, seinen Erlebnissen und seinem Club zu reden. Wie es schien war der Typ nicht nur eitel sondern auch nicht von dieser Welt in Sachen Selbstüberschätzung. Dans Meinung über ihn wurde immer schlechter. Besonders da Jason nicht einmal merkte, während er über sein Lieblingsthema sprach – Sich Selbst – dass Dan ihn ignorierte beziehungsweise nicht mal antwortete oder ihn auch nur ansah.

Von Nathan hatte er den Tag nicht viel zu erwarten, da er mehr oder weniger sein Pult als Kopfkissen benutzte und leise Schnarchgeräusche dabei von sich gab. Kurz überkam den Blonden Nathans kleine Laute als süß zu bezeichnen, aber er schüttelte dies innerlich von sich. Was brachten ihn diese Gedanken auch, Richtete er die Frage an sich selbst. Aber eine Antwort darauf bekam er nicht.

Die restlichen Stunden zogen sich an diesem Montag hin wie Kaugummi und er war erleichtert, als das letzte Unterrichtsklingeln für ihn ertönte. Vor dem Gebäude hielt wie üblich sein Fahrer und wortlos stieg er ein. Jedoch ging es diesmal nicht direkt nach Hause, sondern ins nicht weitentfernte „Shoppingparadies für Kids mit Daddy’s Kreditkarte“, wie sich Eliza ausgedrückt hatte.

Zusammen mit der Rothaarigen durchstreifte Danyel wenig später Covent Garden. Sie hatten gerade einen weiteren Laden und auch nicht gerade wenige Pfund hinter sich gelassen als Dan der neugierige Seitenblick aus den blauen Augen von Eliza auffiel. Er erwiderte ihn mit einer gehobenen Augenbraue und sie senkte im ersten Moment schüchtern den Kopf, ehe sie sich räusperte und ihn mit neuem Mut ihm entgegenstreckte.

„Kann ich dich mal was fragen?“ fragte sie und schien nervös zu sein. Da Danyel keinen Anlass sah, ihr die Bitte abzuschlagen, nickte er ermunternd. „Nimm es nicht persönlich, aber du scheinst gerne zu shoppen, was für einen Jungen ungewöhnlich ist und ich habe mich daher gefragt… also“, begann sie und stockte. Sie atmete noch mal tief durch und startete neu. „Also, wenn es so ist, dann versicher ich dir, dass ich nichts dagegen habe. Ich bin nur neugierig und würde es gerne wissen. Nun ja, dann hätten wir ja auch mehr gemeinsam und…“ wieder stoppte sie. Dan zog seine Stirn kraus, weil er wirklich keine Ahnung hatte, was sie ihm sagen wollte und da sie auch ihr Um-den-heißen-Brei-Gerede nicht fortführte oder vorankam, ergriff er das Wort.

„Ich habe keine Ahnung, was du wissen willst, deshalb spuck es endlich aus“, sagte er mit ‘nem kleinen Lächeln um den Mund. Und wieder atmete sie tief ein und aus, ließ ihre blauen Augen auf die seinen gerichtet und fragte für ihn bei dem Lärm auf den Straßen fast unhörbar: „Bist du schwul?“
20.4.07 16:35
 
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