Live to tell
Am nächsten Morgen wartete Danyel nicht lang und griff nach seinem Telefon, um Nathan anzurufen. Es klingelte eine ganze Weile, bevor eine total genervte Stimme ein „Was ist?“ in den Hörer schnauzte.

„Nathan?“, fragte Dan zur Sicherheit.

„Ja, wer ist da“, kam es noch genervter zurück.

„Ich bin‘s, Danyel“, sagte er etwas eingeschüchtert.

„Sorry Dan, ruf später noch mal an“, kam es noch vom anderen Ende und das Tuten zeigte an, dass der Junge einfach aufgelegt hatte.

Das Telefongespräch lag dem Blonden danach schwer im Magen. „Wohl möglich dränge ich mich ihm ja nur auf“, murmelte er vor sich hin, und war nur zu höflich ihm deutlich abzuservieren, überlegte er weiter. Der Gedanke machte ihn traurig und mehr als einmal in den letzten Tagen fragte er sich, was er eigentlich von Nathan wollte.

Einen Freund, um etwas zu Unternehmen? Ja, sicher! Jemand zum reden? Ja, das auch! Einen Freund für… Er stoppte seine Gedanken und versuchte die seltsamen Gefühle in seinem Inneren verschwinden zu lassen. Leider nur gelang es ihm nicht. Immer wieder tauchten vor seinen Augen die Bilder im Kino auf. Es war so schön ihm so nah zu sein, als wäre da mehr als nur der Beginn einer Freundschaft. Sowas wie Verliebtheit.

Ein kurzes ironisches Lachen löste sich aus seiner Kehle. Nathan war sicher als alles andere als schwul oder auch nur bisexuell. Zumindest wenn man seinen Freunden Gehör schenkte. Sicher denkt er über Danyels Sexualität genauso und eine Chance auf irgendetwas mehr als nur Freundschaft wird sich nie ergeben. Und selbst das wäre nicht möglich, wenn Nathan es erfahren würde.

Er fühlte sich total down und deprimiert. Suhlte sich schon in seinem Selbstmitleid, was ihn selbst irgendwie anwiderte. Bevor er also begann die tränentreibenden DVDs seiner Mutter in seinen Player zu werfen, griff er nach seinem Handy und wählte die Nummer von Eliza.

Ein Klingeln war nicht zu hören, sondern nur Justin Timberlakes „What goes around… Comes around“ ehe sich die Stimme des Mädchens mit einem „Hey Danyel“, meldete.

„Hey“, erwiderte der Blonde noch immer etwas geknickt und straffte sich dann etwas, um zumindest normal zu klingen. „Hast du Lust heute was zu unternehmen? Ich muss hier raus bevor mir noch die Decke auf den Kopf fällt“, hörte man ihn schon etwas optimistischer.

„Oh Danke“, kam es fast schon wie ein Befreiungsschrei vom anderen Ende der Leitung, was Dan zum Lachen brachte.

„Ich gehe davon aus, dass die Langeweile sich auch bei dir breit gemacht hat“, sagte er mit gehobener Augenbraue, was sie natürlich nicht sehen konnte.

„Oh ja, ich war soeben schon so weit und wollte mein Lateinlehrbuch von hinten nach vorne lesen.“

„Ich höre schon, das klingt nach einem Fall für das Sondereinsatzkommando zuständig für Unterhaltung.“

„Das kann jederzeit gerne anrücken und mich für die nächste Kamikazemission mitnehmen“, erwiderte sie fröhlich.

„Tja, dann ist jetzt nur noch die Frage, wie du dir die Mission vorstellst“, sagte der Blonde. Noch immer kannte er sich in der Stadt nicht besonders aus und wusste noch weniger, was man hier unternehmen konnte.

„No plan! Wie wärs ansonsten mit einer Stadtrundfahrt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten London’s.“ schlug sie vor.

„Museen, Doppelstockbusse und die Wächter vor dem Schloss Windsor zum Lachen bringen?“, fragte Danyel skeptisch und mit wenig Begeisterung.

„War ja klar, Amis halt. Die kann man nie beeindrucken“ sagte sie scherzhaft. „Meiner Großmutter hat das vor zwei Monaten sehr gefallen, als sie uns besuchte.“ Jeden Kommentar darauf vermied Dan lieber. „Na gut, eigentlich habe ich ja auch gemeint, dir zu zeigen wo die wichtigen Läden sind für Klamotten, Musik und sowas, wenn du interessiert bist und dein Taschengeld noch reichlich vorhanden ist.“

„Es ist Sonntag“, erwiderte Dan nur.

„Musst du mir den Spaß verderben“, seufzte sie theatralisch. „Marks & Spencer‘s sind aber noch auf und ein wenig bummeln ist auch möglich. Aber…“ Eliza war kurz davor den Vorschlag zurück zu nehmen, als ihr Klar wurde, dass sie einem Jungen einen Shoppingtrip angeboten hatte, aber bevor sie das konnte, kam von Danyel schon ein „Ja klar.“ Wenn schon Nathan nicht sein Freund sein würde, überlegte Danyel nach dem Gespräch, hatte er sicher in Eliza einen gefunden.
15.4.07 20:19
 
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