Live to tell
Danyel war sich nicht sicher, ob er den Schlaf als besonders erholsam bezeichnen konnte, den er in der letzten Nacht gehabt hatte. Nicht das er schlecht war. Eher im Gegenteil, wenn er an den Traum dachte, die seine Boxershorts, welche er in der Nacht trug, dazu gebracht hatten an seiner Haut fast schon festzukleben.

Selbst jetzt noch, eine Stunde nach dem Aufwachen, bringt die Erinnerung die Röte in seine Wangen und er fühlte sich wie mit 13, als er sich das erste Mal in einen Jungen verliebt hatte. „Und dabei ist es genauso sinnlos heute wie damals“, murmelte er zu sich selbst und sah auf sein Telefon, in welchem die Nummer von Nathan schon wartete gewählt zu werden. Kopf schüttelnd drückte er die nötigen Tasten und wartete auf die Stimme des Jungen am anderen Ende.

Irgendwie hatte der ganze Anruf ihn nicht schlauer gemacht, fuhr es ihm durch den Kopf, als er wieder auflegte. Wieso auch schlauer, stellte er sich die Frage, was erwartete er denn? Er wollte mehr von Nathan wissen, mehr von seiner Familie, von seinem Leben, ob er homosexuell war. Schnell strich er die letzte Frage aus dem Kopf. Was für ein Unsinn! Natürlich war er es nicht! Hatte er seine Freunde nicht gehört? Wer sagte ihm, dass sie nicht sonst zu dritt ihre homophoben Reden schwangen?

Bevor aber noch absurdere Gedanken durch seinen Kopf flogen, öffnete sich ohne großes Klopfen die Tür zu seinem Zimmer und seine Mutter kam rein. Etwas missbilligend sah sie auf das Chaos, dass er hinterlassen hatte, als er gestern nach Hause kam und seine Sachen quer durch den Raum bis zu seinem Schlafzimmer verteilt hatte als er sich auszog.

„Du bist ja noch nicht mal angezogen“, war ihr erster Kommentar. Er sah an sich hinunter und konnte aber nichts Falsches an einem Shirt und einer Jeans sehen.

„Was nennst du das?“, sagte er und zupfte an dem blauen Shirt, was wie er meinte gut seine blauen Augen hervor brachte.

„Danyel Niclas Richard, du wirst dich jetzt sofort umziehen und dann runter kommen. Die Gäste kommen bald. Dein Vater und ich…“

„Du meinst, mein Vater befindet sich in diesem Haus zur gleichen Zeit wie ich? Stimmt, das sollten wir feiern. Ich werde mich gleich in schale werfen“, gab der Blonde für ihn ungewohnt sarkastisch von sich.

„Ich weiß nicht, was in letzter Zeit mit dir los ist, aber ich dulde das Verhalten nicht. Du reißt dich heute Abend gefälligst zusammen. Dein Vater arbeitet sehr hart dafür, dass du so gut leben kannst und alles, was du hier siehst, dein eigenen nennen kannst“, sagte sie gefasst, aber irgendwas in ihren Augen, die so sehr wie seine waren, sagte ihm dass sie nicht so viel anders wie er empfand. Als er anstatt ihr zu antworten den Blick stur nach unten abwandte, ließ sie ihn allein zurück und ein schlechtes Gewissen kam in ihm auf. Immerhin konnte sie nichts dafür. Seufzend trat er das Shirt, welches er gestern getragen hatte, beiseite und öffnete den Schrank, um sich die passende Kleidung rauszusuchen.

Als er die Treppe nach unten ging, empfing seine Mutter gerade ein Paar im mittleren Alter und er konnte weitere Leute im großen Salon auf der linken Seite entdecken. Es war nicht das erste Mal, dass er an so was teilnahm und schon jetzt war ihm klar, der Abend würde genauso langweilig werden wie jeder andere. Man stellte ihn als Sohn und Erbe des Familienunternehmens vor, pries sein Können an, nur um dann über ihn hinweg über Geschäfte zu reden. Nichts hasste er mehr!

Wie es aber schien, war er heute doch nicht der einzige Jugendliche, denn mit dem als nächstes ankommenden Paar trat eine junge und verschüchtert aussehende Rothaarige in das Haus. Nur schwer konnte er das Grinsen unterdrücken, als die Eltern von Elisabeth Susana Keltin sie ebenso wie die seinen in den höchsten Tönen anpreisten. „Sie ist eine begnadete Musikern“, kam es von der Mutter stolz und Dan beobachtete wie sie die Hände nervös zusammen faltete.

„Ich bin Dan“, sagte Danyel, als sie sich Beide nach einiger Zeit in den Garten retten konnten.

„Ich weiß. Deine Eltern haben dich vorgestellt. Ich bin Eliza“, erwiderte sie und schenkte ihm ein schüchternes Lächeln.

„Erinnere mich nicht daran, denn jedes Mal wenn sie das tun, habe ich das Gefühl sie sprechen von jemand anderes“, sagte er nur. Irgendwie war das Eis danach gebrochen und sie kamen vom Klagen des Leids über ihre Eltern zu anderen Themen. Langweilig konnte man den Abend damit zumindest nicht mehr nennen, sagte er sich, als er sie nach dem Austausch von Telefonnummern verabschiedete.
31.1.07 17:17
 
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